Mittwoch, 14. Oktober 2015

Es weihnachtet sehr …




… zumindest bei mir zu Hause, denn ich stricke fleißig an meinen diesjährigen Weihnachtsgeschenken. Und da ich ziemlich sicher bin, dass keiner der zu Beschenkenden hier herein schaut, wollte ich euch mal zeigen was ich so auf den Nadeln oder schon fertig habe.  Ich beginne mal mit den fertigen Werken.

                              Ami´s Waves

Für:                             meine Nichte
Strickmuster:              Wellenmusterschal kostenlos auf ravelry

Wolle:                         Atelier Zitron High Twist, gefärbt vom Lieblingsstück 
                                   erworben auf dem Wollfestival,100g, LL 400 m

Nadelstärke:               3,25
Größe:                        Einheitsgröße, ich hab ca. 150 cm gestrickt und gewaschen und 
                                   gespannt hat der Schal eine Länge von etwa 175 cm

 
frisch angenadelt




Da sich ihre große Schwester einen Möbius gewünscht hat, war klar für die Kleine muss auch etwas gestrickt werden. Also musste etwas Kinder- und Mädchentaugliches her. Den Wellenmusterschal hatte ich schon länger in meiner Ravelry Bibliothek und auf dem Wollfestival hab ich mich auf die Suche nach passender Wolle gemacht. Eigentlich wollte ich ja etwas in Richtung rosa/pink – weiß haben, aber irgendwie hat mir nichts so recht zugesagt. Also bin ich kurz vor Schluß noch mal beim Lieblingsstück vorbei und mir wurde dieser Strang ans Herz gelegt. Ich sag ja ehrlich mir hat der zunächst mal gar nicht gefallen, aber ich hab mich überzeugen lassen, dass ein Kind wohl im Gegensatz zu mir auf so knallige Farben stehen wird. Also gekauft, gewickelt und angenadelt. Und wisst ihr was? Je länger der Schal wurde, desto mehr hab ich mich in ihn verliebt. Die Wolle auch in diesen Farben war wirklich die richtige Entscheidung! Damit die Enden nicht so nackt aussehen, hab ich noch ein paar Bommeln dran gemacht und finde ihn so sehr niedlich und kindertauglich.

                             Nackenwärmer für coole Fahrten

Für:                           meinen Neffen der diesen Winter mit dem Roller fahren muss
Strickmuster:            kostenlos im Netz gefunden
Wolle:                       Malabrigo Chunky in der Farbe Charrua, 1 Strang á 100g, LL 95 m 
                                 gekauft bei Lanade
Nadelstärke:             6
Größe:                      Länge 60 cm






Für meinen Neffen musste es etwas sein was nicht zu uncool wirkt (welcher 16 jährige trägt schon gern Selbstgestricktes?) also wollte ich ein schön bulliges Garn in tollen Farben. Ich bin dann beim Stöbern auf das Malabrigo Chunky gestoßen und muss sagen ich find´s toll! Es ist super weich und lässt sich gut verstricken und ich find die Farben einfach Knaller. Hab mir schon Projekte für mich aus diesem Garn ausgesucht. Das Muster habe ich gefunden, indem ich mir bei ravelry Projekte aus dieser Wolle in dieser Farbe angeschaut habe. Ich habe mich dann aus zwei Gründen für dieses Muster entschieden, zum einen finde ich einen Nackenwärmer für einen Rollerfahrer schön praktisch, er hat einen warmen Hals ohne dass zu viel Stoff unter dem Helm stört und ich fand dass die Farben im Perlmuster einfach toll raus kommen. Die Knöpfe hatte ich vor der Entsorgung von einem alten Schal von mir abgemacht, ich finde sie passen toll dazu, allerdings fallen sie auf dem braun leider kaum auf. 

                                 Schottland meets Westeros

Für:                                meine Schwester
Strickmuster:                 Claires Cowl bei Ravelry
Wolle:                            Lisa Big von Red Hearts in der Farbe rot, 2 Knäuel á 200g, LL je 120m
Nadelstärke:                  20 (!)
Größe:                           60cm zum Loop genäht



Als Fans der Serie Outlander hatte meine Schwester schon früh im Jahr den Wunsch geäußert einen bulligen Schal wie ihn Claire in der Serie trägt zu erhalten. Aber bitte in einem schönen rot, weil sie sich wohl ein Melisandre Kostüm schneidern lassen will. Ihr Wunsch ist mir Befehl! Die Wolle hab ich zufällig bei Rossmann entdeckt, ich war ja zunächst skeptisch aber mir gefällt sie doch ganz gut muss ich sagen. Das Stricken erinnert mehr an echte Handarbeit, weil es teilweise gar nicht so leicht war mit den dicken Nadeln zu hantieren. Aber es ging natürlich relativ fix und mir gefällt das Ergebnis sehr gut.

So wer bis hierhin gelesen hat den vertröste ich jetzt auf den nächsten Blogeintrag, wenn ich hier noch die UFOs eintrage, sprengt das glaub ich den Rahmen.
Happy Knitting!

Montag, 21. September 2015

Eine lange Reise geht zu Ende …



… denn meine Viajante ist nun endlich fertig. Angenadelt hatte ich die ja bereits Mitte Juli, dann aber einmal wieder komplett geribbelt und diese hier hatte ich seit Ende Juli auf den Nadeln. Allerdings natürlich mal wieder mit „Nebenprojekten“, also ich habe im Ganzen wahrscheinlich so um die fünf Wochen dran gestrickt.
Versuch 1 wurde geribbelt

Ich muss ja gestehen, als die Frau Feinmotorik dereinst ihre Viajante präsentierte war ich zwar sofort verliebt, schreckte aber doch vor der schieren Größe des Projekts zurück. Nachdem ich dann aber dieses Jahr die Tunika gestrickt habe, schreckte ich auch vor großen Projekten nicht mehr zurück und so war klar, ich möchte für diesen Herbst eine Viajante stricken.

Also sollte es eine Viajante werden, klar war auch, aus einer Wollmeise, nur welche? Klar war es sollte eine herbstliche Farbe werden, denn wann trägt man einen so wunderschönen Poncho? Na klar, im Herbst. Die Wahl fiel mir nicht leicht, aber da ich ein großer Fan von bordeaux-/ auberginefarbenen Tönen bin, wurde ich doch schnell fündig, ein Merlot sollte es werden.
Leider wollte der einfach nicht im Update auftauchen, aber Frau Feinmotorik gab mir den tollen Tipp es mal in der Ravelry Wollmeisengruppe zu versuchen. Dort gibt es nicht nur einen Meisenmarkt, sondern auch eine Tauschgruppe, da ich nichts im Gegenzug zu bieten hatte, habe ich ein Gesuch im Meisenmarkt gestartet und bereits nach wenigen Tagen hielt ich meinen Merlot in den Händen! Und das Beste, er war bereits gewickelt! Da ich ja nur eine kleine Haspel besitze, enorm praktisch für mich, ich konnte sofort loslegen.
vorher
nachher



















Das habe ich dann auch voll motiviert an einem schönen Sommertag getan und der Anfang ging wirklich super leicht von der Hand. Irgendwann hatte ich dann auch die ersehnten 167 Maschen auf der Nadel, habe die Nadel gewechselt, zur Runde geschlossen, eine Mittelmasche gebildet und schnell gemerkt, die Zunahmen rechts und links der Mittelmasche sehen sch*** aus! Frau Maschenprobenuschi berichtete, dass sie aus eben diesem Grund Zunahmen aus dem Querfaden gemacht hat, also dachte ich mir versuche ich das doch auch, kannte ich ja von der Elfe. Und genau wie bei der Elfe hatte ich wieder das Problem, dass ich nach einigen Runden den Querfaden nicht mehr identifizieren konnte, den falschen Faden genommen und ebenfalls Löcher produziert hab. Also zurückgestrickt, dabei Maschen verloren und im Endeffekt beschlossen zu ribbeln. 

Auf ein Neues sprach der Reisende sozusagen. Da ich doch unsicher war, habe ich dann beschlossen beim zweiten Versuch nach Anleitung zu stricken, in der Hoffnung, dass Frau Behm recht behält und sich die großen Löcher später wieder zusammenziehen. Ich muss aber leider sagen, dass dem nicht so ist und ich bin mit den Zunahmen wirklich unzufrieden, habe aber noch keine Idee wie ich das bei zukünftigen Projekten handhaben werde. 

Auch mit der Netzkante hatte ich so meine Probleme. Wahrscheinlich habe ich die Anleitung genau falsch verstanden, auf jeden Fall hatte ich NIE vor der Mittelmasche noch drei Maschen übrig, sondern immer vier … da ich aber ohnehin noch einen Fehler eingebaut hatte, habe ich dann ab Reihe drei beschlossen eine etwas andere Netzkante zu stricken.  Ich finde sie im Endeffekt auch ganz hübsch. Vor allem muss ich auch gestehen, dass ich nach 3 Lochreihen, also 6 Reihen Netzkante ja partout keine Lust hatte alles zu ribbeln, also habe ich beschlossen, dass ich meine Netzkante auch sehr schön finde! 
Frisch von der Nadel gehüpft und noch eher unscheinbar
wir sind gespannt - im wahrsten Sinne

 Letzte Woche war es dann endlich so weit und die Viajante hüpfte von der Nadel. Ich probierte sie an und war einfach nur furchtbar enttäuscht. Oben so eng und ziemlich viel „Rollkrageneffekt“ nicht so lang wie erhofft und zu allem Übel drehte sich die Netzkante nach außen! Ich war echt enttäuscht! Hab dann aber beschlossen, erst mal waschen und spannen und dann gucken wir weiter. Gesagt, getan und was soll ich sagen? WOW trifft es ganz gut. Nicht nur, dass das Wollmeise Lace mega kuschlig weich geworden ist, nein sie passt auch! Und dreht sich nicht nach außen! Und ist bodenlang! Ok sie spannt sich immer noch über den Schultern, aber das ist ja durch das Strickmuster bedingt! Und man kann sie ja locker tragen, dann schleift der Zipfel auch nicht auf dem Boden, auf jeden Fall bin ich jetzt dann doch sehr verliebt in das schöne Stück!
Tadaaaa!!! Ich liebe sie!!!

So und für die, die auch eine machen wollen hier noch mal die Randdaten:

Strickmuster:                    Viajante von Martina Behm               
Wolle:                               Wollmeise Lace, 300 g in der Farbe Merlot
Nadel:                               gemäß Anleitung 3,25 für den Anfang und 3,5 für den Hauptteil
Gestrickte Größe:             Einheitsgröße

Viel Spaß beim Stricken ihr Lieben!




Mittwoch, 19. August 2015

Mein erstes Mal auf dem Wollfestival



Vergangenes Wochenende war es endlich so weit, ich war das erste Mal auf dem Wollfestival. 
Was das ist? Eine Möglichkeit für Wollbegeisterte zusammenzukommen, zu stricken (häkeln, spinnen, etc), zu kaufen, sich auszutauschen und in Workshops Neues zu lernen. 
Das Wollfestival fand zum mittlerweile dritten Mal im deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln statt. Wer sich ein wenig genauer informieren möchte, findet alle Infos auf der Homepage  allerdings dauert es jetzt natürlich wieder ein gutes Jahr bis zur nächsten Gelegenheit (mein Geldbeutel dankt es allerdings). 
Kurz vor zehn fanden sich Frau jetzt kocht sie auch noch, Frau Maschenprobenuschi, Frau Jazzfisch und meinereiner in der Schlange der vorbestellten Karten ein. Die gut 30 Minuten gingen quasselnd aber schnell vorbei und schon bald konnten wir das Innere des Sportmuseums betreten. 
An dieser Stelle sei mal wieder meine Dropsigkeit angemerkt, über die komplette Eishockeyausrüstung neben dem FairAlpaka Stand habe ich mich ja nur ein wenig gewundert, später fragte ich dann was denn die Fußballerportraits wohl mit Wolle zu tun haben, dass diese die Wände schmücken und wurde dann erinnert, dass wir uns ja im Sportmuseum befinden *lol* Typisch ich halt! 
ja wir waren im Sportmuseum wie ich dann auch bemerkt hab
 Innen angekommen begaben wir uns zügig zum Hauptraum des Wollfestivals. BOAH sag ich nur! Soooooo viel Wolle!!! Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus! Wolle über Wolle und alle soooooo schön!! 
Nur eine winzige Impression der Farbenvielfalt

Man wusste wirklich gar nicht wo man zuerst gucken soll. Schnell erspähte ich auch bei Jules Wollshop zwei Stränge die laut meinen Namen riefen, aber zunächst war ja eine Weihnachtsgeschenkliste abzuarbeiten. 
Also ab zu Buttjebey. Bei ihr hatte ich vor einigen Tagen ein tolles rot gesehen, welches ich für das Weihnachtsgeschenk meiner Mama haben wollte, gesagt, gekauft (allerdings von Lütt Wollhus die mit Gesa zusammen dort verkaufte) und dann lag da noch so ein Strang Feinheit, wunderschön in rostrot – wollweiß und einem Ockerton würde ich sagen und schrie mir zu „kauf mich“ und ich bin schwach geworden. Der ist aber auch schön, fand sogar mein Schatz und dem ist Wolle sonst herzlich schnuppe. Gesa´s Kollegin (ich vermute es war Jennifer von Lütt Wollhus?) zeigte mir dann auch direkt eifrig zwei bereits reservierte Stränge die nur in diesem rostrot und weiß gehalten waren und ich habe direkt mal eine Nachbestellung gemacht. Wollfestival halt, da will man ja auch kaufen. 
Weihnachtsgeschenk Nr. 1

Hättet ihr da widerstehen können?

Natürlich haben wir auch dem Lieblingsstück kurz hallo gesagt und dann etwas länger bei dibadu  verweilt weil uns dort ein bombastisch schöner Fair Aisle Schal in orange türkis fesselte. Ich hätte echt den ganzen Stand leerkaufen können, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass mein Konto eine gewisse Begrenzung nach oben hin hat. Schon bald war dann auch Zeit für´s erste Päuschen und nachdem wir uns mit kalten Getränken ein wenig erfrischt hatten ging es auf die beiden hinteren Räumlichkeiten zu erkunden. Auch hier gab es viel tolle Wolle und schönes Zubehör zu sehen und natürlich anzukuscheln. 
Liebevoll präsentierte Wolle vom Lieblingsstück

Nachdem wir also alles begutachtet hatten, wurde es Zeit mal ein Häppchen zu essen. Da das Angebot auf dem Festival uns nicht so zusagte, beschlossen wir uns in der näheren Umgebung eine Kleinigkeit zu besorgen und wurden nach kurzem Marsch am Fuße der Kranhäuser fündig. Hier fand ein Weinfest statt und es gab Bratwurst, Ofenkartoffel und Schmalzbrot. So gestärkt stürzten wir uns zum zweiten Mal ins Getummel. 
Dieses Mal ergatterten wir aber vorher einen Tisch, welchen mindesten eine von uns immer verteidigte während die anderen noch dies und das besorgten. So wurden dann auch die beiden Stränge die ich schon morgens bei Jules Wollshop gesehen hatte mein Eigentum und noch ein weiterer Strang vom Lieblingsstück der ein Weihnachtsgeschenk werden möchte. 

Ich schwöre, sie haben meinen Namen gerufen!

Weihnachtsgeschenk Nr. 2
Bei einem leckeren Muffin und Kaffee wurde dann auch das Strickzeug ausgepackt und nach Herzenlust getratscht, gestrickt und genossen. Erst als um 18 Uhr die Pforten des Wollfestivals sich schlossen, traten auch wir den Heimweg an. Ein rundum gelungener und wunderschöner Samstag, lieben Dank an alle die ihn dazu gemacht haben!
Und weil sie so schön sind noch ein Gruppenfoto

Mittwoch, 29. Juli 2015

Das Nest füllt sich



Hallo ihr Lieben,
fertig hab ich nix aber es gibt mal wieder ein kleines Projekt und Stash Update. Gestern kam nämlich endlich meine heißersehnte 100Farbspiele Lieferung. Ich war im Juni nämlich mal wieder Opfer einer Rabatt Aktion geworden! 10%? Wo ich doch eh noch mal bestellen wollte? Nehm ich!
Dieses Mal sind es ganze *räusper* 5 Knäuel geworden. Dafür hab ich Versandkosten gespart, also quasi ein Schnäppchen!! :oD 

Und das sind meine Schätzchen:

Unikat, 4-fädig, Soft Flieder, 750 m
Hieraus wird ein Weihnachtsgeschenk entstehen, Details also erst Ende des Jahres ;o)

Unikat, 4-fädig, Sommernacht, 750 m
Bin noch unentschlossen, vermutlich ein schönes Dreieckstuch, ein Muster hab ich auch schon im Kopf, allerdings ein Häkelmuster, muss ich mal ausprobieren ob sich das Garn dafür eignet.

Unikat, 4-fädig, Magnolie, 900 m

Unikat, 6-fädig, Cottage, 300g (ca. 768 m)
Auch hier bin ich unschlüssig, tendiere zu einem Schultertuch mit tollem Muster, aber hab noch keins gefunden wo ich sage „das ist es“

Unikat, 6-fädig, Profumo, 300g (ca. 768 m)
Ich glaube das war ein Fehlkauf. Aber ich weiß es noch nicht, vielleicht wenn ich ein schönes Muster finde darf es doch bleiben.

Und dann ist da ja noch meine Viajante. Ich glaub so oft habe ich ein Stück noch nie geribbelt! Das erste Mal hatte ich den kraus rechts Teil fertig und so ca. 10 Reihen glatt rechts, auf dem 100er Seil. Da zogen sich bei den Zunahmen riesige Löcher, ich habe mal vermutet, weil die zu viel cm vom Seil da immer eine Schlaufe bildeten und das so das Strickstück enorm gedehnt hat an der Stelle. Also glatt rechts geribbelt, mühsam die Maschen wieder aufgenommen, versucht die Zunahmen aus dem Querfaden zu machen. Nach ich glaub fünf Runden ist mir aufgefallen, dass ich a) eine Masche hatte fallen lassen und b) ich (wie schon bei der Elfe) so Schwierigkeiten hatte den Querfaden zu identifizieren, dass ich mir nur Löcher reingestrickt hab. Ich hab da echt Probleme den richtigen Querfaden zu identifizieren, wenn die Zunahmen immer an der gleichen Stelle sind (wenn vorher rechts gestrickt wurde, kein Problem). Mhpf! Also KOMPLETT aufgeribbelt und alles auf Anfang. Achso im kraus rechts Teil hatte ich auch schon mal ein paar Reihen geribbelt, weil ich auf einer Seite die Zunahmen vergessen hatte, also 2 Maschen zu wenig hatte auf der einen Seite. Die Zunahmen hab ich auch aus dem Querfaden gemacht, aber in der nächsten Reihe falsch abgestrickt, Ergebnis: Löcher, also da auch schon mal geribbelt. Zweiter Versuch lief dann was besser, hab ihn allerdings auf nem 80er Seil gemacht, damit ich nicht wieder diese Schlaufe habe. Hab mich auch entschieden die Zunahmen doch so wie vorgesehen zu machen, schließlich sagt Frau Behm ja im Video, das sähe nur beim Stricken so aus. Momentan kann ich mir zwar nicht vorstellen, dass sich das wieder zusammen zieht, aber wir werden sehen. Hier also der aktuelle Stand der Viajante.

Ansonsten euch allen noch eine angenehme Woche!


Montag, 20. Juli 2015

Es nadelt sehr



Hallöle,

da ich so, so, so, so glücklich bin, dass ich doch weiter werde stricken können, muss ich euch doch direkt mal berichten warum.

Nachdem ich meine erstes Strickstück vollendet hatte, war für mich ja schnell klar „das ist ne Sucht“ also hab ich gar nicht lang gefackelt, sondern mir direkt ein ordentliches Nadelset mit austauschbaren Spitzen bestellt.
Nach ein wenig Recherche habe ich mich für die Knit Pro Karbonz entschieden und direkt bei Amazon bestellt. Das Set enthält 7 Paar Spitzen (3,0/3,5/4,0/4,5/5,0/5,5 und 6,0 mm) und 4 Seile, 60 cm, 2x 80 cm und 100cm. Zusätzlich bekommt man noch Stopper für stillgelegte Strickarbeiten und das Ganze in einer handlichen Reißverschlusstasche. Das erste Mal damit stricken war schon eine kleine Offenbarung. Ein himmelweiter Unterschied zu den handelsüblichen ganz einfachen Metallrundstricknadeln. Besonders gut gefällt mir, dass zwischen Spitze und Grifffläche eine ganz kleine Rille ist, die stört beim Stricken überhaupt nicht, verhindert aber, dass die Maschen von der Nadel rutschen. Zusammengefasst war ich im siebten Strickerhimmel. 

Leider hat mein Aufenthalt dort nicht allzu lange gedauert. Als ich die Drops Tunika gestrickt habe, bekam ich zunehmend Probleme mit schmerzenden Fingern. Besonders der rechte Ringfinger tat immer häufiger weh und ich hatte auch das Gefühl, diesen verkrampft zu halten. Zunächst hab ich das einfach ignoriert, aber letzte Woche war es dann so weit, dass ich bei meinem Frei Schnauze Pullunder schon nach wenigen Reihen Schmerzen hatte und so stark, dass ich meist nicht mal 10 Reihen stricken konnte. Ich sah im Geiste schon wie ich ein „For sale“ Schild an meinen Wollstash hefte und mich schweren Herzens von meinem liebgewonnen Hobby stricken verabschiede.

Aber direkt aufgeben wollte ich noch nicht. In diversen Facebook Strickgruppen kam der Rat, es mit leichteren Nadeln, beispielsweise Holz zu versuchen. Holz wollte ich jetzt nicht unbedingt, aber beim letzten Stricktreff hatte ich ja von einigen Vorteilen der Hiya Hiya Nadeln gehört und so beschloss ich, diese auszuprobieren. 

Also das Set bei Amazon bestellt, Freitag meine Viajante angenadelt und was soll ich sagen? Der Himmel hat mich wieder! Die sind ja soooooo leicht! Irre! Da tut gar nichts mit weh! Ich glaube aber für mich der größte Vorteil ist die Kürze der Nadelspitzen. Während ich bei den Karbonz immer die Nadel an sich mit dem Ringfinger festgeklammert habe, was natürlich auch Gewicht auf den Finger bringt, halte ich bei den Hiya Hiyas nur das Ende der Spitze noch mit dem Finger fest, weniger Hebelwirkung und somit weniger Gewicht auf dem Finger und entspanntes Stricken für mich.
Das Set enthält ebenfalls sieben Paar Spitzen (2,75/3,25/3,5/3,75/4,0/4,5 und 5,0mm) und 4 Seile in den Längen 40cm, 60cm, 80cm und 100 cm. Leider sind hier die Stopper für stillgelegte Strickprojekte nicht mit dabei, diese kann man aber gesondert nachkaufen . Die Hiya Hiya´s haben aber einen wie ich finde enormen Vorteil, das Seil dreht sich sozusagen auf der Spitze. Das heißt also wenn ich in Runden stricke, beispielsweise meinen Möbius der so schön verdreht ist, verdreht sich nicht immer mein komplettes Strickstück, was ich als relativ nervig empfinde. Außerdem blieb bei mir die Wolle am Übergang vom Seil zur Nadel immer hängen bei den Karbonz, das mag an meiner Nadelhaltung liegen, ist aber wirklich wirklich nervig. Deswegen hatte ich schon beschlossen, mir die Hiya Hiyas zuzulegen, habe es aber aufgrund der auftretenden Schmerzen jetzt ein wenig vorgezogen. 

Nichtsdestotrotz halte ich die Karbonz für tolle Stricknadeln, nur halt wahrscheinlich für Leute mit nicht ganz so kleinen Händen wie ich sie habe! 
 Ich werde mein Karbonz Set übrigens demänchst  verkaufen, VB 45€, bei Interesse schickt mir einfach eine Mail an angenadelt@gmail.com.

Und hier noch kurz ein paar Infos zu meinem ersten Strickprojekt mit den Hiya Hiyas. Wie ich schon im letzten Blog berichtet hatte, hab ich mich ja total in die Viajante von Martina Behm verliebt. 

nicht wundern, wollte nicht unabsichtlich einen Teil des Musters veröffentlichen

Nachdem nun letzte Woche mein Merlot Lace eingeflogen ist, habe ich am Freitag direkt mal auf den Hiya Hiyas angenadelt. Bisher ein einfaches, angenehm zu strickendes Muster, allerdings hab ich ja auch grad einen Bruchteil fertig, mal sehen wie´s wird wenn ich die Reihen noch an die 2.000 mal wiederholt hab! Ich werde berichten!