Samstag, 26. März 2016

Auf leisen Pfoten

Da hab ich euch doch glatt ein fertiges Werk unterschlagen! Ist schon seit Ende Januar fertig, hier jetzt endlich der passende Blogeintrag ;-), den hatte ich wie ihr seht kurz nach Fertigstellung geschrieben aber wohl vergessen ihn zu posten!



Am Wochenende habe ich endlich ein von mir ziemlich verhasstes Langzeitprojekt fertig gestellt. Entdeckt hatte ich das Tuch im Herbst 2015 auf Ravelry und ich dachte sofort, dass das ein tolles Geschenk für meine Ziehmama ist. Meine Ziehmama ist eine gute Freundin meiner Mama, bei der ich quasi aufgewachsen bin, da sie seit jeher jede Menge Haustiere hat war ich in meiner Kindheit wann immer ich konnte bei ihr und hab gestreichelt, gefüttert und Gassi geführt. Heutzutage nimmt sie netterweise meinen Hund in Urlaubspflege wenn meine Eltern nicht da sind und so dachte ich ein tapsiges Tuch als Dankeschön ist doch genau das Richtige.

Hier erst mal die Eckdaten:

Auf leisen Pfoten
Für:                       meine Ziehmama
Strickmuster:        Hundetapsentuch kostenlos bei ravelry
Wolle:                  1 Knäuel Cheeky Merino Joy, gefärbt von Kieler Wolle, blau, 100g, 320m LL
Nadelstärke:         3,5
Größe:                  gewaschen und gespannt etwa 120 x 60 cm

Leider hatte ich nicht mit der Unmöglichkeit der Anleitung gerechnet! Schon beim Anschlag hing ich fest. Bei einem Spätstück Treffen im Cafe del Sol fand ich aber liebe Hilfe (ich glaub Crissy war es?) die mir erklären konnte wie das zu verstehen ist. Bei genauerer Betrachtung ist mir dann aufgefallen, dass in der deutschen Übersetzung der Anleitung einfach ein halber Satz fehlt, durch den der Anschlag so wie er im Deutschen beschrieben ist nicht machbar ist. Also Anfang gemacht, los gestrickt und festgestellt das gefällt mir nicht in dem Lace Garn welches ich besorgt hatte. Daher habe ich bei Kieler Wolle einen Strang kuschlige Cheeky Merino Joy in einem tollen Blauton geordert und auf ein Neues. 

Aller Anfang ist schwer
Nachdem der Anschlag mir nun leicht von der Hand ging, hatte ich recht fix über die abgebildete Chart hinaus gestrickt und wusste nicht weiter. Eine Anfrage bei der Erfinderin des Musters brachte leider kein Ergebnis und so hab ich angefangen selber zu probieren. Zunächst hab ich versucht den markierten Teil der Chart einfach immer vorneweg zu stricken, aber dann saßen die Tapsen nicht ordentlich übereinander. Ich habe insgesamt mit der Cheeky viermal (!) anfangen müssen bis ich endlich auf die Idee gekommen bin die Mittelmasche der Tapsen als Referenzpunkt für die nächste Tapse zu nehmen. Danach lief es einigermaßen und ich hatte auch keine Lust mehr noch mal anzufangen, also hab ich einfach weitergestrickt. Hat auch bis auf ein paar verrutschte Tapsen gut funktioniert. 

Eigentlich war das Tuch ja als Weihnachtsgeschenk gedacht, aber da ich ja am Tag vor Heiligabend erst die Handschuhe für meinen Papa fertig gestellt habe, hab ich das Tuch einfach nicht geschafft, obwohl da „nur“ noch etwa 4 Tapsenmustersätze zu stricken waren. Da meine Ziehmama aber Anfang Februar Geburtstag hat, hab ich dann einfach beschlossen, ihr das Tuch zum Geburtstag zu schenken und nachdem meine Müllerstochter abgenadelt war, hab ich mich wieder an das Tapsentuch gesetzt und bin jetzt zwei Wochen vor ihrem Geburtstag fertig geworden. 




Wie man schon herauslesen kann hat mich das Muster nicht so begeistert beim Stricken, zum einen weil ich so viele Startschwierigkeiten hatte und zum anderen weil es für meinen Geschmack zu viele Tapsen sind. Sollte ich das Tuch aus irgendeinem Grund noch mal stricken (was ich bezweifel) würde ich den Abstand zwischen den Tapsen vergrößern. So wie es ist wirkt das Tuch für meinen Geschmack einfach zu löchrig, aber das mag durchaus Geschmackssache sein, mal sehen was die Beschenkte so sagen wird.


Montag, 7. März 2016

Campari N



Mein neuestes Werk heißt Campari N, weil es eine Naiada aus Wollmeise DK in der Farbe Campari piccolo ist, also gibt es bei mir keinen Campari O sondern einen Campari N.


 Der Anfang ist gemacht
Der Campari N ist für die Schwiegermama in Spe die Ende Februar Geburtstag hatte und deren Lieblingsfarbe orange ist.

Das Strickmuster kannte ich ja schon, da ich meiner Mama zu Weihnachten eine blutrote Naiada gestrickt habe und auch dieses Mal stelle ich fest, das Muster macht mir viel Spaß beim Stricken und inzwischen habe ich es so verinnerlicht, dass ich nicht mehr andauernd aufs Muster gucken muss.

Die Farbe finde ich übrigens sehr interessant. Orange ist ja mal so gar nicht meine Farbe, aber Campari piccolo gefällt mir trotzdem sehr gut. Die Farbe variiert von einem rostähnlichen orange-braun bis hin zu einem ganz leuchtenden Orange je nach Lichtverhältnissen, wirklich wunderschön.



Einmal Eckdaten?

Bittesehr:

Campari N

Für:                      die Mama meines Freundes

Strickmuster:      Naiada von Martina Behm

Wolle:                  1 Strang DK von der Wollmeise in der Farbe  Campari piccolo

Nadelstärke:        4,5

Im Tageslicht sieht man das Farbspektrum der Wolle

Geschafft


Sonntag, 6. März 2016

Mein Name ist Hasi ...



… und ich hoffe bald mit einem kleinen Jungen durch dick und dünn gehen zu dürfen.
Denn Hasi ist für den Sohn meiner Freundin entstanden.  Die Idee hatte ich von einer lieben Freundin, die einen solchen Hasen für den Mini Me von Frau Feinmotorik gemacht hat. Und da ich den Hasen mega niedlich fand und besagte Freundin meine Enten Ferdinand und Ferdinandine schon kannte, habe ich beschlossen sie bekommt einen Hasi.
Die Anleitung stammt aus einer älteren Strickzeitung und besagt man benötigt für die Herstellung eines Hasis ein Knäuel Schachenmayr Catania. Die Bestellung habe ich direkt mal genutzt, um mir schon mal das Material für die Sand und Meer Häkeltasche zu bestellen, aber verratet mich bloß nicht. Eigentlich bin ich ja am Wollfasten. Läuft auch soweit ganz gut bisher, aber in dem Fall musste ich ja Wolle bestellen und es wäre ja blöd gewesen dann zweimal Porto zahlen zu müssen. Also ich finde das ist ein schlagkräftiges Argument, welches absolut rechtfertig warum ich während des Wollfastens 21 Knäuel Wolle bestellt habe.
Aber ich schweife ab, zurück zum Hasi.
Schon nach den ersten paar Reihen wusste ich wieder warum ich nicht gerne häkel, weil ich die ganze Zeit das Gefühl hab zu fuddeln. Und so wanderte meine Anfangsmasche beim ersten Versuch auch munter um den Kopf des Hasis.


Ein kleiner Hilferuf bei Facebook genügte aber  und schon hatte ich ein tolles Anleitungsvideo, welches mir den Fehler aufzeigte wegen dem meine Anfangsmasche gewandert ist, ich habe quasi immer die erste Masche übersprungen. Wer auch mal gucken möchte wie das mit in Runden häkeln richtig geht kann hier Hilfe finden.
Der zweite Versuch sah dann entsprechend auch viel besser aus und auf einmal machte mir das Häkeln richtig Spaß, weil ich eben nicht mehr das Gefühl hatte zu pfuschen und das Ergebnis wirklich ordentlich aussah. 

Also wuchs der Kopf des Hasis relativ rasch, bis ich zu dem Teil der Anleitung kam wo stand „die Augen in Reihe xy einfügen“. Nach kurzer Überprüfung meines Sicherheitsaugen Vorrats stand schnell fest ich werde eine Zwangspause einlegen und auf die Lieferung der Augen warten müssen. Diese hab ich recht günstig bei Ebay geordert und wenige Tage später konnte ich Hasis Kopf mit Augen versehen und weiter arbeiten. Dann die Schnauze gehäkelt, festgenäht, die Nase aufsticken wollen und festgestellt, die Reihenfolge war nicht so clever! Also Schnauze wieder abgeschnitten, neu gehäkelt, Nase aufgestickt und DANN festgenäht, man lernt ja aus seinen Fehlern.
Laut dem Hausherren entsteht hier ein Alien :D
 Obwohl ich jetzt wusste wie es geht, ist mir die Anfangsmasche am Körper trotzdem noch etwas gewandert, vermute aber das könnte auch an den Ab- und Zunahmen liegen, vielleicht habe ich auch ein wenig unsauber gearbeitet, aber ist ja der Rücken vom Hasi, da fällt es nicht so auf.
Die Beine gingen ganz fix, die Arme hingegen waren relativ frickelig und beim nächsten Hasi mache ich die auch kürzer oder generell anders, die gefallen mir nämlich nicht so richtig. Das erste Ohr zog sich dann ganz schön in die Länge und ich merkte schon „oh oh das könnte knapp werden mit dem Garn“. Was sich dann auch bewahrheitet hat, denn als ich das zweite Ohr hätte beginnen können hatte ich noch 10 g Wolle, das erste Ohr wog aber 16 g. *Schimpf grummel* also noch ein Knäuel Catania nachbestellt.  Ich habe hinterher erfahren, dass beim Hasi vom Mini Me wohl auch die Wolle für´s zweite Ohr knapp geworden ist und der Mini Me deswegen einen Hasi mit einem großen und einem kleinen Ohr hat. Mal sehen ob sich das Problem legt, wenn man die Arme kleiner häkelt. Die langen Ohren sind das niedliche an Hasi, aber wegen 6g Wolle ein zweites Knäuel anbrechen ist ja nun nicht wirklich wirtschaftlich.

Nachdem das zweite Knäuel angekommen war, konnte ich endlich auch das Zweite Ohr fertig stellen und Hasi zusammen nähen. Ich finde er ist echt niedlich geworden.


Mich stört allerdings, dass man die Zu- und Abnahmemaschen doch recht deutlich sieht und die Ohren relativ steif sind, kuschlig ist irgendwie anders. Aber das liegt vermutlich an der Wolle, das Baumwollgarn von Drops ist wesentlich weicher, glänzt aber auch nicht so schön wie die Catania, hier muss man sich vermutlich für eins von beiden entscheiden.


Der Mama des Beschenkten hat Hasi auf jeden Fall gut gefallen, ebenso die Söckchen die ich spontan am Vorabend noch für den Zwerg gestrickt hatte.

Dienstag, 26. Januar 2016

Nach dem KAL ist vor dem KAL …



… das scheint momentan mein Motto zu sein. Nachdem ich ja in meinem letzten Blogeintrag über den kleinen Nuvem berichtet habe, den ich im Rahmen meines ersten KALs gestrickt habe, möchte ich euch hier mein zweites KAL Projekt die Millers Daughter von Melanie Berg vorstellen. Frau Jetzt Kocht sie hatte ja dereinst teststricken dürfen und schon da hat mir die Müllerstochter super gut gefallen, wobei ich sagen muss ohne den KAL wäre sie wahrscheinlich noch auf der Warteliste geblieben, aber so wurde sie mein erstes Strickprojekt in 2016.
Wer die Müllerstochter auch stricken möchte dem sei vorab gesagt ausgelegt ist das Muster für Lacegarn mit 600m/100g, es gibt in der Anleitung einen Tipp für Garne mit 400m/100g. Ich habe ja letztere Variante, bzw. in der einen Farbe sogar etwas weniger gewählt und muss sagen das klappt super und sieht auch toll aus, also nur Mut wenn ihr Sockengarne o.ä. verstricken wollt, aber die Müllerstochter ist dann halt leicht asymetrisch, weil sie zum Schluß (mit Lacegarn gestrickt) natürlich noch mal gut an Breite gewinnt.

Erst mal die Eckdaten:

Beschwipste Müllerstochter
Für:                  mich :-D
Strickmuster:   MillersDaughter von Melanie Berg
Wolle:             1 Knäuel Cheeky Merino Joy, gefärbt von Kieler Wolle, braun, 100g, 320m LL sowie Restwolle Cheeky Merino Joy, gefärbt von Kieler Wolle in dunkelbraun                                    
                       1 Knäuel HighTwist, gefärbt von Bojos Wolltraum, flamingorosa, 100g, 420m LL
Nadelstärke:   3,25
Größe:            etwa 110 x 150 cm
    
 Ich fang mal mit dem Namen an. Es gibt von Malabrigo die Farbe Cognac die ich wirklich wunderschön finde und ich bin der Meinung die High Twist in Flamingorosa hat da wo braun mit drin ist, exakt diesen Farbton und da ich es schön finde wenn Projekte einen richtigen Namen haben, heißt dieses hier jetzt beschwipste Müllerstochter.
Das Muster ist ja eine Mischung aus kraus rechts Reihen und einem superschönen aber nicht ganz einfachen Lace Muster. Jetzt aber nicht verzagen, technisch gesehen ist das Muster recht einfach, zusammenstricken, überziehen, Umschhläge nichts wildes, ABER man muss höllisch mit dem Zählen aufpassen! Nachdem mein erster kleiner Laceteil mir total einfach von der Hand ging dachte ich schon „och was die alle haben“ bis ich dann zum zweiten Laceteil kam und nach 11 Reihen komplett bis zum kraus rechts Teil geribbelt habe! Ja da war ich dann auch der Meinung der Laceteil ist nicht ohne und vor allem verzeiht er nichts. Und das sollte man sich bewusst machen ehe man die Müllerstochter strickt, zum Schluß sind es weit über 200 Maschen bei denen man keinen Fehler machen darf weil es dann in der nächsten Reihe sofort auffällt, da das Lacemuster ja ein recht geometrisches Muster bildet, da sieht man einfach jede Abweichung.

Super Tipp von Frau Jetzt Kocht sie ist übrigens zum einen sich an den überzogenen Maschen zu orientieren, diese bilden eine Diagonale und zum Anderen Sicherungsfäden einzubauen (wer nicht weiß wie das geht möge hier schauen). Beide Tipps haben mir viel viel Ribbelei erspart!
Sehr interessant fand ich den Gegensatz. Ich bin ja so eine Strickerin die nebenher noch was anderes braucht, also Hörbuch oder Fernseher oder so. Das geht im kraus rechts Teil super, beim Laceteil hab ich mich so regelmäßig verzählt. Der Unterschied zwischen den einzelnen Abschnitten ist halt etwas irritierend weil man mal absolut Gedanken schweifen lassen kann und mal hochkonzentriert bleiben muss (also ich zumindest).  Mir hat das Stricken super Spaß gemacht und ich liebäugel schon mit einer Farbkombi für eine echte Lace Müllerin.
Meine Müllerstochter ist ja mal wieder kleiner (scheint auch so eine Marotte bei meinen KALs zu sein) aber ich muss sagen ich finde sie so schon riesig! Und schon relativ schwer, also mehr Garn dürfte sie so nicht haben, beim Lacegarn ist das aber natürlich anders.
Farblich finde ich sie wenn ich das so unbescheiden sagen darf den Knaller! Die wunderschönen Färbungen von Kieler Wolle und Bojos Wolltraum harmonisieren super miteinander. Prinzipiell glaube ich aber der Laceteil wirkt schöner bzw. edler wenn das Garn A nicht wie bei mir meliert sondern unifarben ist, aber ich finde sie trotzdem bombastisch schön.


Dienstag, 19. Januar 2016

Beeriges Wölkchen am grauen Winterhimmel



Oder „mein Nuvem ist fertig“. 

Im August 2015 wurde ich zu einem KAL (Knit Along = wir stricken zusammen) von Martina Behms Nuvem eingeladen. 
Der Nuvem ist ein großes, kuschliges Schultertuch welches eigentlich aus Lacegarn mit irgendwas um die 1.500m Lauflänge gestrickt wird, ein besonders schönes Exemplar hat die Frau Feinmotorik sich gestrickt. Für mich war der Nuvem so ein soll ich, soll ich nicht Projekt. 
Einerseits finde ich ihn wirklich traumhaft schön und da ich ja auch im Sommer abends sobald es abkühlt zu Strickjacke und Co. greife denke ich ein so großes Tuch zum Einkuscheln ist perfekt für mich, andererseits schreckten mich die 1.900 irgendwas Maschen die Frau Feinmotorik zum Schluß auf den Nadeln hatte ja doch ein wenig. Zumal ich ja im August schon so langsam mit den ersten Weihnachtsgeschenken angefangen habe. Hinzu kam, dass ich gerade kein passendes Garn zur Hand hatte und aufgrund der anstehenden Wollkäufe für Weihnachten auch nicht unbedingt Lacegarn kaufen wollte wo ich in meinem Stash ja das ein oder andere Knäuel habe, dass noch auf eine Bestimmung wartet. 
Also im Stash gestöbert und einen Farbverlaufsbobbel aus dem ursprünglich mal eine Elfe werden sollte gefunden. Der hat zwar nur 900m Lauflänge, also gute 600 m zu wenig, aber aus oben genannten Gründen habe ich mich dann entschieden einen Mini Nuvem aus einem Farbverlaufsbobbel zu stricken. Im August haben wir dann gemeinsam angenadelt.

Hier noch mal kurz die Eckdaten:

Beeriges Wölkchen am grauen Winterhimmel
Für:                      mich
Strickmuster:       Nuvem von Martina Behm
Wolle:                  Farbverlaufsbobbel von 100Farbspiele, 900m, 250g,
Farbe:                  Stone Profumo
Nadelstärke:         3
Größe:                  Nach dem Waschen und Spannen hat der Nuvem 146 x 63 cm

Das Muster an sich ist relativ einfach, man muss nur rechte Maschen und Zunahmen können, aber da der Nuvem von innen heraus gestrickt wird ist der Anschlag das Knifflige. Es gibt zum Anschlag und zu den Zunahmen Anleitungsvideos auf der Homepage von Martina Behm, aber sie zeigt leider (wie so viele andere Videos zum Maschenanschlag) nicht wie es weitergeht wenn alle Maschen angeschlagen sind. Ich habe drei Anläufe gebraucht, weil ich jedes Mal in der ersten Runde rechte und linke Maschen hatte. Aber dann hab ich ein Video bei youtube gefunden in dem gezeigt wird wie man weitermacht wenn alle Maschen angeschlagen sind und damit war es dann schön easy.
Also hab ich mit allen anderen zusammen hochmotiviert angefangen und soweit gestrickt, dass ich auf eine große Rundstricknadel umsteigen konnte, was ich bei ca. 20 Runden gemacht habe. Und dann kamen die ganzen Weihnachtsgeschenke die gestrickt werden wollten und der Nuvem wurde zum UFO. 
Bis Weihnachten dann da war, alle Geschenke gestrickt und mal wieder eine 5 Stunden Autofahrt zur Verwandschaft anstand. Da ist mir der Nuvem wieder eingefallen, denn was ist besser für eine lange Autofahrt als rechte Maschen in Runden? 
Und so ist der Nuvem ab dem 24.12. weiter gewachsen. Bei jedem Farbwechsel habe ich eine Runde Lochmuster eingebaut, weil ich persönlich das optisch nicht so schön finde wenn man die Farbwechsel sehr doll sieht. Zum Abketten habe ich dann den Icord gewählt, weil ich denke mit Rüschenkante wäre der Nuvem einfach zu klein geworden und ich finde dem Nuvem steht der Icord auch sehr gut. 


Und so konnte ich am 03.01.2016 stolz mein kleines Wölkchen vollenden (ihr seht ich hänge mit dem bloggen ein wenig hinterher). Leider musste ich nach dem Spannen feststellen, dass meine Schweißstäbe die ich dabei benutze nicht rostfrei sind! Ich denke das geht beim nächsten Waschen raus, aber ich finde es trotzdem ärgerlich.

Auf dem Spannbrett

Die Rostspuren der Schweißdrähte :(


Abschließend kann ich sagen das Muster ist wirklich einfach zu stricken und der Nuvem ein wunderschönes Strickstück. Ein besonders schöne Exemplar welches im Rahmen des KALs entstanden ist möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten und zwar den von Frau Maschenprobenuschi .

Zu meinem Nuvem muss ich sagen ich finde ihn zu klein. So 100m mehr wären schon besser gewesen, dann würdeer um die Schultern passen ohne runter zu rutschen, meiner rutscht halt leicht. Wobei ich bei facebook auch schon gehört habe, dass den Leuten der große Nuvem aus Lacegarn zu groß ist und sie sich einen zweiten, kleineren stricken wollen. Ich werde mir noch einen zweiten, großen Stricken und dann mal resümieren, aktuell kann ich nur sagen ein paar Meter fehlen mir, optisch finde ich einen Nuvem mit Farbverlauf aber sehr schön.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Ich habe fertig



Und zwar so einiges!
Wie nicht anders zu erwarten sind die letzten Tage von 2015 ja nur so dahingeflogen und irgendwie habe ich es nicht geschafft noch meinen letzten Blogeintrag zu veröffentlichen. Dabei war schon alles geschrieben, ich hätte mich nur noch um die Fotos kümmern müssen, aber na ja dann zeige ich euch hier jetzt halt die letzten Weihnachtsgeschenke.


Socken für den Herrn Schwager
Für:                  meinen Schwager
Strickmuster:   Minecraft, kostenlos gefunden bei ravelry und eine tolle Sockenstrickanleitung die ich ebenfalls kostenlos im Netz gefunden habe
Wolle:             4 Meri Socks von Trolli im Rausch der Farben nach Wunsch gefärbt, 100g á 420 m LL
Nadelstärke:    2,5
Größe:             42



Wie in den meisten Sockentabellen empfohlen habe ich 64 Maschen angeschlagen, 15 Reihen Bündchenmuster und dann 5 Mustersätze (1 Mustersatz besteht aus 12 Reihen)gestrickt. Die Ferse habe ich gemäß der Internetanleitung gestrickt, das ist quasi eine Bumerangferse, nur finde ich die dort beschriebene „Maschen stilllegen“ Variante einfacher als die Kippmaschen. Danach auf dem Oberfuß noch mal 5 Mustersätze (die Fußunterseite ist glatt rechts) und dann mit der Bandspitze abgeschlossen, e´voila.

Socken für den Schatz II
Für:                 meinen Schatz
Strickmuster:  Minecraft, kostenlos gefunden bei  ravelry und eine tolle Sockenstrickanleitung die   ich ebenfalls kostenlos im Netz gefunden habe
Wolle:             High Twist von Atelier Zitron, gefärbt von Bojos Wolltraum, 100g á 420 m LL
Nadelstärke:    2,75
Größe:             42 


Prinzipiell das Gleiche wie oben. Nur habe ich hier 6 Mustersätze für den Schaft gestrickt. Interessant finde ich wie unterschiedlich die Socken wirken obwohl sie aus dem gleichen Knäuel stammen. Aber ich hab den ersten von innen raus gestrickt und den zweiten dann von außen weil sich das Knäuel so auflöste. Na ja so lernt man mit jedem Mal dazu und man sieht ja trotzdem dass die zusammen gehören. Die II übrigens weil die ersten Socken für den Schatz ja ein wenig zu spitz vorne geraten waren und die Trekking ganz leicht kratzt, daher noch ein Paar Kuschelsocken für den Herrn die er auch gerne und viel trägt.

Warme Hände für Papa
Für:                 meinen Papa
Strickmuster:  Frank´s Hanschuhe, kostenlos gefunden bei  ravelry und an dieser Stelle möchte ich die Erstellerin des Musters ganz herzlich grüßen und noch mal für deine nette Hilfestellung danken
Wolle:             Sofia von Lanartus, gefärbt von Buttjebeyy, 100g á 420 m LL, ich musste leider das zweite Knäuel anbrechen, aber habe nur sehr wenig davon verbraucht, wahrscheinlich im Ganzen round about 450m LL
Nadelstärke:    2,5
Größe:            8,5 



Meine ersten Handschuhe. Und direkt das volle Programm: halbe Finger und ein Käppchen drauf  gegen die Kälte. Aber ich hatte in einer Facebook Gruppe gefragt und von einem Angler den Tipp zu solchen Handschuhen bekommen, da Handschuhe beim Angeln wohl eher störend sind, die Finger aber natürlich trotzdem frieren. So hat mein Papa zum Drillen die Hände frei aber keine kalten Finger beim Warten auf den nächsten Biss. Und farblich finde ich die für einen Mann auch wirklich schön, schlicht aber nicht langweilig.
Angeschlagen habe ich 64 Maschen und dann 20 Reihen Bündchenmuster gestrickt. In der Anleitung ist es wesentlich mehr  Bündchen und das Bündchen wird dort auf dem Handrücken kraus rechts gestrickt, das sieht auch sehr schön aus, aber ich wollte ja auch bis Weihnachten fertig werden und habe mich daher für die etwas schnellere Variante entschieden. Aus dem gleichen Grund (und weil mein Papa nicht so der Typ für verspielte Muster ist) habe ich auch das echt schöne Muster auf dem Handrücken weg gelassen. Den Rest hab ich nach der Anleitung gestrickt und die liebe Xenadra häufig um Rat gefragt, weil ich hasse ja ribbeln, bzw. noch mehr hasse ich zurück stricken und um das zu vermeiden hab ich einfach gefragt wenn ich mir unsicher war und dank ihrem tollen Rat hat auch alles soweit gut geklappt. Handschuhe sind einfacher als ich dachte, aber ist wie immer beim Stricken, wenn man den Dreh raus hat ist es gar nicht so schwer. Mein Papa hat sich auch wirklich gefreut doof ist nur, dass Wollhandschuhe natürlich nicht wasserabweisend sind, mein Papa steht nämlich bis zum Bauch in der Ostsee beim Meerforellenangeln und da werden wohl auch die Hände mal nass. Na ja, man kann ja nicht alles wissen ;-).