Dienstag, 19. Januar 2016

Beeriges Wölkchen am grauen Winterhimmel



Oder „mein Nuvem ist fertig“. 

Im August 2015 wurde ich zu einem KAL (Knit Along = wir stricken zusammen) von Martina Behms Nuvem eingeladen. 
Der Nuvem ist ein großes, kuschliges Schultertuch welches eigentlich aus Lacegarn mit irgendwas um die 1.500m Lauflänge gestrickt wird, ein besonders schönes Exemplar hat die Frau Feinmotorik sich gestrickt. Für mich war der Nuvem so ein soll ich, soll ich nicht Projekt. 
Einerseits finde ich ihn wirklich traumhaft schön und da ich ja auch im Sommer abends sobald es abkühlt zu Strickjacke und Co. greife denke ich ein so großes Tuch zum Einkuscheln ist perfekt für mich, andererseits schreckten mich die 1.900 irgendwas Maschen die Frau Feinmotorik zum Schluß auf den Nadeln hatte ja doch ein wenig. Zumal ich ja im August schon so langsam mit den ersten Weihnachtsgeschenken angefangen habe. Hinzu kam, dass ich gerade kein passendes Garn zur Hand hatte und aufgrund der anstehenden Wollkäufe für Weihnachten auch nicht unbedingt Lacegarn kaufen wollte wo ich in meinem Stash ja das ein oder andere Knäuel habe, dass noch auf eine Bestimmung wartet. 
Also im Stash gestöbert und einen Farbverlaufsbobbel aus dem ursprünglich mal eine Elfe werden sollte gefunden. Der hat zwar nur 900m Lauflänge, also gute 600 m zu wenig, aber aus oben genannten Gründen habe ich mich dann entschieden einen Mini Nuvem aus einem Farbverlaufsbobbel zu stricken. Im August haben wir dann gemeinsam angenadelt.

Hier noch mal kurz die Eckdaten:

Beeriges Wölkchen am grauen Winterhimmel
Für:                      mich
Strickmuster:       Nuvem von Martina Behm
Wolle:                  Farbverlaufsbobbel von 100Farbspiele, 900m, 250g,
Farbe:                  Stone Profumo
Nadelstärke:         3
Größe:                  Nach dem Waschen und Spannen hat der Nuvem 146 x 63 cm

Das Muster an sich ist relativ einfach, man muss nur rechte Maschen und Zunahmen können, aber da der Nuvem von innen heraus gestrickt wird ist der Anschlag das Knifflige. Es gibt zum Anschlag und zu den Zunahmen Anleitungsvideos auf der Homepage von Martina Behm, aber sie zeigt leider (wie so viele andere Videos zum Maschenanschlag) nicht wie es weitergeht wenn alle Maschen angeschlagen sind. Ich habe drei Anläufe gebraucht, weil ich jedes Mal in der ersten Runde rechte und linke Maschen hatte. Aber dann hab ich ein Video bei youtube gefunden in dem gezeigt wird wie man weitermacht wenn alle Maschen angeschlagen sind und damit war es dann schön easy.
Also hab ich mit allen anderen zusammen hochmotiviert angefangen und soweit gestrickt, dass ich auf eine große Rundstricknadel umsteigen konnte, was ich bei ca. 20 Runden gemacht habe. Und dann kamen die ganzen Weihnachtsgeschenke die gestrickt werden wollten und der Nuvem wurde zum UFO. 
Bis Weihnachten dann da war, alle Geschenke gestrickt und mal wieder eine 5 Stunden Autofahrt zur Verwandschaft anstand. Da ist mir der Nuvem wieder eingefallen, denn was ist besser für eine lange Autofahrt als rechte Maschen in Runden? 
Und so ist der Nuvem ab dem 24.12. weiter gewachsen. Bei jedem Farbwechsel habe ich eine Runde Lochmuster eingebaut, weil ich persönlich das optisch nicht so schön finde wenn man die Farbwechsel sehr doll sieht. Zum Abketten habe ich dann den Icord gewählt, weil ich denke mit Rüschenkante wäre der Nuvem einfach zu klein geworden und ich finde dem Nuvem steht der Icord auch sehr gut. 


Und so konnte ich am 03.01.2016 stolz mein kleines Wölkchen vollenden (ihr seht ich hänge mit dem bloggen ein wenig hinterher). Leider musste ich nach dem Spannen feststellen, dass meine Schweißstäbe die ich dabei benutze nicht rostfrei sind! Ich denke das geht beim nächsten Waschen raus, aber ich finde es trotzdem ärgerlich.

Auf dem Spannbrett

Die Rostspuren der Schweißdrähte :(


Abschließend kann ich sagen das Muster ist wirklich einfach zu stricken und der Nuvem ein wunderschönes Strickstück. Ein besonders schöne Exemplar welches im Rahmen des KALs entstanden ist möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten und zwar den von Frau Maschenprobenuschi .

Zu meinem Nuvem muss ich sagen ich finde ihn zu klein. So 100m mehr wären schon besser gewesen, dann würdeer um die Schultern passen ohne runter zu rutschen, meiner rutscht halt leicht. Wobei ich bei facebook auch schon gehört habe, dass den Leuten der große Nuvem aus Lacegarn zu groß ist und sie sich einen zweiten, kleineren stricken wollen. Ich werde mir noch einen zweiten, großen Stricken und dann mal resümieren, aktuell kann ich nur sagen ein paar Meter fehlen mir, optisch finde ich einen Nuvem mit Farbverlauf aber sehr schön.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Ich habe fertig



Und zwar so einiges!
Wie nicht anders zu erwarten sind die letzten Tage von 2015 ja nur so dahingeflogen und irgendwie habe ich es nicht geschafft noch meinen letzten Blogeintrag zu veröffentlichen. Dabei war schon alles geschrieben, ich hätte mich nur noch um die Fotos kümmern müssen, aber na ja dann zeige ich euch hier jetzt halt die letzten Weihnachtsgeschenke.


Socken für den Herrn Schwager
Für:                  meinen Schwager
Strickmuster:   Minecraft, kostenlos gefunden bei ravelry und eine tolle Sockenstrickanleitung die ich ebenfalls kostenlos im Netz gefunden habe
Wolle:             4 Meri Socks von Trolli im Rausch der Farben nach Wunsch gefärbt, 100g á 420 m LL
Nadelstärke:    2,5
Größe:             42



Wie in den meisten Sockentabellen empfohlen habe ich 64 Maschen angeschlagen, 15 Reihen Bündchenmuster und dann 5 Mustersätze (1 Mustersatz besteht aus 12 Reihen)gestrickt. Die Ferse habe ich gemäß der Internetanleitung gestrickt, das ist quasi eine Bumerangferse, nur finde ich die dort beschriebene „Maschen stilllegen“ Variante einfacher als die Kippmaschen. Danach auf dem Oberfuß noch mal 5 Mustersätze (die Fußunterseite ist glatt rechts) und dann mit der Bandspitze abgeschlossen, e´voila.

Socken für den Schatz II
Für:                 meinen Schatz
Strickmuster:  Minecraft, kostenlos gefunden bei  ravelry und eine tolle Sockenstrickanleitung die   ich ebenfalls kostenlos im Netz gefunden habe
Wolle:             High Twist von Atelier Zitron, gefärbt von Bojos Wolltraum, 100g á 420 m LL
Nadelstärke:    2,75
Größe:             42 


Prinzipiell das Gleiche wie oben. Nur habe ich hier 6 Mustersätze für den Schaft gestrickt. Interessant finde ich wie unterschiedlich die Socken wirken obwohl sie aus dem gleichen Knäuel stammen. Aber ich hab den ersten von innen raus gestrickt und den zweiten dann von außen weil sich das Knäuel so auflöste. Na ja so lernt man mit jedem Mal dazu und man sieht ja trotzdem dass die zusammen gehören. Die II übrigens weil die ersten Socken für den Schatz ja ein wenig zu spitz vorne geraten waren und die Trekking ganz leicht kratzt, daher noch ein Paar Kuschelsocken für den Herrn die er auch gerne und viel trägt.

Warme Hände für Papa
Für:                 meinen Papa
Strickmuster:  Frank´s Hanschuhe, kostenlos gefunden bei  ravelry und an dieser Stelle möchte ich die Erstellerin des Musters ganz herzlich grüßen und noch mal für deine nette Hilfestellung danken
Wolle:             Sofia von Lanartus, gefärbt von Buttjebeyy, 100g á 420 m LL, ich musste leider das zweite Knäuel anbrechen, aber habe nur sehr wenig davon verbraucht, wahrscheinlich im Ganzen round about 450m LL
Nadelstärke:    2,5
Größe:            8,5 



Meine ersten Handschuhe. Und direkt das volle Programm: halbe Finger und ein Käppchen drauf  gegen die Kälte. Aber ich hatte in einer Facebook Gruppe gefragt und von einem Angler den Tipp zu solchen Handschuhen bekommen, da Handschuhe beim Angeln wohl eher störend sind, die Finger aber natürlich trotzdem frieren. So hat mein Papa zum Drillen die Hände frei aber keine kalten Finger beim Warten auf den nächsten Biss. Und farblich finde ich die für einen Mann auch wirklich schön, schlicht aber nicht langweilig.
Angeschlagen habe ich 64 Maschen und dann 20 Reihen Bündchenmuster gestrickt. In der Anleitung ist es wesentlich mehr  Bündchen und das Bündchen wird dort auf dem Handrücken kraus rechts gestrickt, das sieht auch sehr schön aus, aber ich wollte ja auch bis Weihnachten fertig werden und habe mich daher für die etwas schnellere Variante entschieden. Aus dem gleichen Grund (und weil mein Papa nicht so der Typ für verspielte Muster ist) habe ich auch das echt schöne Muster auf dem Handrücken weg gelassen. Den Rest hab ich nach der Anleitung gestrickt und die liebe Xenadra häufig um Rat gefragt, weil ich hasse ja ribbeln, bzw. noch mehr hasse ich zurück stricken und um das zu vermeiden hab ich einfach gefragt wenn ich mir unsicher war und dank ihrem tollen Rat hat auch alles soweit gut geklappt. Handschuhe sind einfacher als ich dachte, aber ist wie immer beim Stricken, wenn man den Dreh raus hat ist es gar nicht so schwer. Mein Papa hat sich auch wirklich gefreut doof ist nur, dass Wollhandschuhe natürlich nicht wasserabweisend sind, mein Papa steht nämlich bis zum Bauch in der Ostsee beim Meerforellenangeln und da werden wohl auch die Hände mal nass. Na ja, man kann ja nicht alles wissen ;-).

Donnerstag, 17. Dezember 2015

München – immer eine Reise wert



Aus dem Bedürfnis heraus noch mal ein paar Tage dem Alltag zu entfliehen entstand bei uns im Spätsommer die Idee im Herbst für ein paar Tage in die Sonne zu fliegen. Als wir allerdings die Preise für 5 Tage Sonne tanken gesehen haben, hat sich die Idee ganz schnell verflüchtigt. Aber ein wenig raus aus dem Alltag wollten wir immer noch. Aus der Idee auf dem Rückweg von den Schwiegereltern (welche bei Chemnitz wohnen) bei der Wollmeise vorbei zu fahren wurde aufgrund der begrenzten Ladenöffnungszeiten nichts, so dass die Idee ein Wochenende in München zu verbringen welche schon länger immer mal im Raum stand jetzt konkret Gestalt annahm. Mein Schatz hat 6 Jahre lang in München gearbeitet und wollte mir schon länger die Stadt zeigen die so lang seine zweite Heimat war, also gesagt, gebucht und natürlich so kombiniert, dass wir vorher in Pfaffenhofen vorbei schauen konnten. 

Einen Tag vor dem Trip hat mein Freund seinen Geburtstag gefeiert, so dass wir schon Donnerstag Urlaub genommen und uns ein tolles, entspanntes langes Wochenende gemacht haben.  

Der Freitag hat dann für uns sehr früh begonnen (04:30 Uhr aufstehen) aber wir wollten unbedingt vor dem Berufsverkehr an Köln vorbei sein. Haben wir auch geschafft und sind prima durchgekommen. Nach einem kurzen (ja ich meine was ich sage,  keine zwei Stunden hab ich gebraucht) Abstecher zur Wollmeise, wer mag kann einen ausführlicheren Bericht hier nachlesen, kamen wir dann kurz nach Mittag in München an. Zimmer bezogen (wow sag ich nur), kurz frisch gemacht und dann ab in die Stadt. Wir sind einfach mal zu Fuß los und haben uns in das Getümmel gestürzt. Leider wortwörtlich, aber in der Adventszeit war das ja nicht anders zu erwarten. Das Dumme ist nur, ich hasse Weihnachtsmarktgeschubse! Egal in welcher Stadt! Deswegen war mein erster Eindruck halt auch hauptsächlich „voll und eng“. Aber gut wir wissen ja alle wie das ist und das soll München keine Abzüge in der B Note bescheren. Das Rathaus ist auf jeden Fall wunderschön und auch der Münchner Dom war trotz einseitiger Verdeckung durch ein Gerüst ein schöner Anblick. Abends sind wir dann in einem echt bayrischen Gasthaus eingekehrt und recht früh und todmüde ins Bett gefallen. 


















Dummerweise hatte ich mir, ohne es recht zu  merken, Blasen gelaufen und so war am nächsten Tag erst mal ein Apothekenbesuch angesagt. Noch kurz etwas Obst und Getränke besorgt, die alte Arbeitsstätte vom Schatz besucht und dann ging es auf in den Englischen Garten.
Bei traumhaft schönem Wetter (Sonne, blauer Himmel, 12 Grad) haben wir dann das Wetter und die schöne Umgebung genossen, Surfer auf dem Eisbach beobachtet (kein Witz), sind durch die Hofgärten geschlendert und haben dann den alternativen Weihnachtsmarkt Tollwood auf den Teresienwiesen besucht, allerdings nur sehr kurz da er für unseren Geschmack etwas zu alternativ war. 



















Nach einem Kaffee und einem Stück Apfelstrudel beschlossen wir ein Mitttagsschläfchen zu halten. Leider wurde durch Magenprobleme meines Schatzes ein sehr ausgewachsener Mittagsschlaf daraus, wir haben das Hotel nämlich an diesem Tag nicht mehr verlassen. Aber schön im Bett eingemummelt Hörbuch gehört, war auch schön. Sonntags sind wir dann nach dem Auschecken noch durch die wundervollen Parkanlagen rund um die Nymphenburg geschlendert, auch hier begleitet von traumhaftem Wetter, bevor wir uns gegen 14 Uhr gen Heimat aufgemacht haben. Ein wirklich tolles Wochenende in einer wunderschönen Stadt. 




Montag, 7. Dezember 2015

Eine Meise fliegt gen Süden – oder Hitchhiker goes Home


Ja ihr habt richtig gelesen mein Hitchhiker ist in die Heimat zurückgekehrt! Wie das? Fragt ihr?
Nein, keine Bange ich habe ihn weder ausgesetzt, noch verkauft, noch wegen Materialfehlern zurückgegeben, sondern ich habe ihn nach Pfaffenhofen ausgeführt, denn ich durfte als verfrühtes Weihnachtsgeschenk nach Herzenslust in der Wollmeise shoppen! Ist das nicht toll?


Nach einer recht kurzen Nacht sind wir Freitag den 04.12. gegen 6 Uhr morgens in Neuss gestartet, noch etwas verschlafen, aber wenn man etwas Schönes vor hat ist Schlaf ja meist eher nebensächlich. Und wir hatten ja neben dem Besuch im Wollparadies noch ein ausgewachsenes langes Wochenende in München vor uns. Die Fahrt verlief problemlos und so erreichten wir gegen 12 Uhr den Ort der Begierde, die Poststraße 1 in Pfaffenhofen. Ehrfürchtig (ja ich war wirklich ehrfürchtig) habe ich den Laden betreten und mich erst mal vorsichtig versucht zu orientieren. Diese Wolle, diese Farben, ich sag euch das war der totale wollige Overkill! Mein Schatz hat sich schicksalsergeben auf einem der Sofas niedergelassen aber wie ich ja sagen muss mir auch wirklich tatkräftig bei der (Farb)Auswahl zur Seite gestanden. Zunächst habe ich mit Hilfe der mega netten Verkäuferin die Einkaufsliste einer Freundin abgearbeitet, weil ich leider keine Ahnung hatte wie in etwa die gewünschten Farben aussehen könnten. 

Hitchie ist daheim
Bisher war ich nämlich doch eher zurückhaltend mit der Meisenbetrachtung weil ich mir nichts angucken wollte was ich dann ja doch nicht bekomme, wer die Verkaufspraktiken von der Wollmeise nicht kennt möge diesen aufschlussreichen Bericht von Frau Feinmotorik studieren. Und genau dieses „ich muss jetzt schnell kaufen“ ist der Grund warum ich bei der Wollmeise immer nur sehr vorsichtig gespinxt habe, weil ich Angst hatte meinen Dispo in Anspruch nehmen zu müssen wenn erst mal einige Meischen im Warenkorb lägen und der Countdown mich unter Druck setzen würde.  Nun könnte man ja meinen Frau guckt dann vorher stundenlang Wollstränge im Internet an wenn sie schon weiß, dass sie hinfährt, aber nix da ich hab den freien Nachmittag davor genutzt um meinem Schatz Geburtstagskuchen  zu backen und mir gedacht „ich schau lieber live“. Dementsprechend planlos stand ich dann aber auch im Laden!  Allerdings hatte ich mir – ich muss mir dazu gerade mal selbst auf die Schulter klopfen – Projekte raus gesucht die ich mit den erworbenen Meisen realisieren will. Also wusste ich wie viele Stränge einer Farbe von welcher Qualität ich brauchte – toll oder? Meine Wünsche waren auch schnell erfüllt, ein Petit Poison Lace, 3 x Blend in einem traumhaft schönen Blauton (Moses), 2x Mon Cheri in Pure für ein schönes Tuch und dann hatte ich noch drei Stränge „offen“ wo ich mehrere Projekte zur Auswahl habe, da hab ich dann noch 2 Blend Stränge in den Farben Madame Souris  und 26 Fe erworben und ein Zenzi Pure. Mit ein paar Maschenmarkierern für ein Tuch welches ich gerade stricke und einem Fingerschutz von (super sag ich nur) war mein Glück dann perfekt. Zumal der Herr ja bezahlt hat! 
 
















Allerdings war ich so nicht mal mehr 2 Stunden im Wollhimmel. Aber ich wollte ja auch noch was von München haben! Und meinen Schatz nicht überstrapazieren und duschen! Also habe ich nur noch schnell den wunderschönen Lace Strang gewickelt (traumhaft die Wickler in der Wollmeise, echt toll) und dann ging es weiter in unser München Wochenende, über das ich im nächsten Blogeintrag berichten werde.
Wollwickler deluxe
Das ist der Fingerschutz

Super praktisch wenn man wie ich die spitzen Hiya Hiyas hat

Freitag, 20. November 2015

Es weihnachtet weiter …


 … ja und das wird wohl auch die nächsten Wochen noch so weitergehen. Nicht, dass ich nicht genügend UFOs rumliegen hätte, aber die müssen halt warten.

Und außerdem hat man einen sehr, sehr guten Grund Wolle zu kaufen, wenn man diese verstrickt verschenken möchte und um Porto zu sparen MUSS man bzw. frau natürlich den ein oder anderen Strang für sich selbst mit bestellen *räusper* also überzogen trifft es nicht mehr ganz wenn ich mein Wollbudget diesen Monat angucke, aber na ja ihr kennt das ja, diese bösen kleinen Wollstränge die einen anspringen und mit treudoofem Blick fragen „darf ich Mama zu dir sagen?“ wie soll man denn da widerstehen???
Na ja zurück zum Thema.Ich hatte ja noch Projekte auf den Nadeln versprochen, wobei drei schon wieder runter gehüpft sind*freu* deswegen fangen wir mal damit an.

Möbius die Zweite
Für:                      meine Nichte
Wolle:                  Soft Flieder, 750m von 100 Farbspiele (ich glaub aber die Farbe gibt´s nicht mehr)
Nadelstärke:        2,75

Merke, Nadelstärke ist WICHTIG, sehr wichtig!! Mein erster Möbius auf einer lockeren  3,5er Nadel gestrickt ist nun ja luftig aber er passt. Hier wollte ich dann ein etwas feineres Maschenbild hinbekommen, also meine kleinste Nadel gewählt, 2,75. 100 Maschen angeschlagen, gestrickt, abgekettet, anprobiert und passte genau einmal um den Hals Punkt. Kein zweites Mal! Und er hing dann auch ziemlich locker um den Hals, also nicht wirklich geeignet für stürmisch kalte Tage. Aber er sah toll aus. Gewaschen, versucht bissl zu spannen, mich geärgert, ne Nacht drüber geschlafen und dann einen ganzen Samstagmorgen alles geribbelt und von vorne angefangen!!!!! Dieses Mal mit 170 Maschen. Viel darüber geflucht aber tapfer weiter gestrickt und jetzt, gefühlte 10.000 Wochen später ist er ein zweites Mal von den Nadeln gehüpft. Jetzt in der XXL Variante, er passt dreimal um den Hals! Ist aber schön kuschlig und wird hoffentlich gefallen, denn noch mal mache ich den nicht auf! ;-D Der Farbunterschied kommt weil ich den ersten bei Tageslicht fotografiert hatte, eigentlich ist die Wolle nicht so dunkel lila, sondern eher so wie auf den Bildern vom fertigen Stück.

Versuch eins, schön aber zu klein


Versuch 2 allerdings noch ungewaschen ...

... und daher ein wenig steif aber auch schön




Naiada für die Frau Mama
Für:                       meine Mama
Strickmuster:        Naiada von Martina Behm
Wolle:                   von Lütt Wollhus erworben auf dem Wollfestival, 2 Stränge á 100g, LL 310m
Nadelstärke:         4,5
Größe:                  Einheitsgröße ich messe mal wenn sie gewaschen und gespannt ist

Als ich die Naiada in Strick Mich 3 entdeckt hab wusste ich, die soll meine Mama bekommen! In einem schönen kirschrot. Keine Ahnung warum, ich glaub früher war das mal ihre Lieblingsfarbe und mir fällt gerade auf, dass ich vergessen hab sie da mal nach zu fragen, ach ich denke wird schon passen. Gefunden habe ich die beiden Stränge auf dem Wollfestival bei der Jennifer von Lütt Wollhus und die haben ein wirklich wirklich schönes rot. Leider habe ich beim Stricken festgestellt, dass die Farbe nicht überall ganz gleichmäßig angenommen wurde, aber so ist das wenn man handgefärbte Wolle haben will ;-). Die Wolle ließ sich nach einigen Problemen beim Wickeln (hab ordentlich Wollkotze verursacht irgendwie) sehr gut verstricken und ich finde das Muster kommt bei der Farbe richtig schön raus. Ich hatte eigentlich gehofft das Tuch nicht spannen zu müssen, weil ich gerade den Höhenunterschied der Maschen im Muster so schön finde, aber da sich die Kanten extrem einrollen werde ich wohl nicht drum rum kommen das zu spannen.





Milchschnitte für den Süßen
Für:                    meinen Freund
Strickmuster:     Manly Vertical Scarf gefunden bei Ravelry
Wolle:                Cheeky Merino Joy, auf Wunsch gefärbt von Kieler Wolle by Kim Früchtnicht,         
                           2 Stränge zu je 100g, LL 320 m, einmal uni braun und einmal braun/ weiß
Nadelstärke:      3,25
Größe:               Etwa 1,80m lang und 20 cm breit

Was eine schwere Geburt kann ich da nur sagen! Ich wusste ja schon länger, dass es für den Schatz ein Schal werden sollte. Erste Idee braun/blau. Tolles Garn von Madelinetosh entdeckt, bestellt und festgestellt "das braun ist toll, das blau ist schwarz" zu dunkel für meine Zwecke, zurück damit, anderes tolles Garn von Malabrigo gesehen und bestellt. Lauflänge 420m sollte passen, ich hatte nur übersehen, dass die für 50g gillt, es war ein Lace Garn (gut der Name Malabrigo Lace hätte es mir verraten sollen). Es ist zwar ein echt tolles, kuschliges Garn aber halt sehr dünn und für einen Schal wie ich fand nicht geeignet. Und irgendwie war mir braun / blau für den Schatz dann auch doch zu knallig. Und da ich inzwischen die Cheeky Merino Joy kennen gelernt hatte, flux bei Kim eine Bestellung in etwas gedeckterer Farbkombination bestellt. Kim hat die mega schnell gefärbt und so konnte ich schon 4 Tage nach meiner Bestellung annadeln. Der Zick Zack Scarf sollte es werden, aber irgendwie gefiel der mir angenadelt für einen Mann dann doch nicht soo gut. Also ein wenig gesucht und den tollen Manly Vertical Scarf bei Ravelry entdeckt. Da mein Garn etwas dünner war, hab ich einfach mal auf Verdacht Maschen angeschlagen, 295 waren es dann im Endeffekt und drauf los gestrickt. Ich hab immer 4 Reihen einer Farbe gestrickt, eben weil das Garn dünner war und mir gefällt das Ergebnis außerordentlich gut, ich hoffe dem Herrn auch!

Mir zu unmännlich, daher ...

... im zweiten Versuch dieses Muster angenadelt



Fertig, nur noch vernähen!


Paws für meine Hundeziehmama
Für:                      meine Ziehmama
Strickmuster:       Tapsentuch kostenlos auf ravelry
Wolle:                  CheekyMerino Joy, gefärbt von Kieler Wolle by Kim Früchtnicht, 100g, LL 320
Nadelstärke:         3,5
Größe:                  wird sich noch zeigen

Ich hab eine Ziehmama, eine gute Freunding meiner Mama bei der ich quasi aufgewachsen bin, denn sie hatte immer schon Tiere. Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen, das reine Kinderparadies und so war ich in jungen Jahren mehr bei ihr als zu Hause anzutreffen. Und heutzutage ist sie so lieb und bietet meinem Hund immer wieder Obdach wenn meine Eltern in Urlaub sind. Als Dankeschön gibt es deswegen dieses hundige Tuch für sie zu Weihnachten, ich bin schon sehr gespannt wie´s ankommt. Das Tuch an sich war zuerst ein richtiger Krampf. Mit der Chart komme ich ja zurecht, aber ich wusste nicht, mit welchem Teil der Chart geht es weiter. Ich habe glaub ich 4 oder 5 mal geribbelt und bin dann dazu übergangen die "Mittelmasche" jeder Pfote mit einem Maschenmarkierer zu markieren und vorher mit der Mittelmasche als Orientierung abzuzählen wo die neue Tapse beginnen muss, jetzt läuft es! Ich hoffe die Tapsen sind nach dem Spannen auch wirklich gut zu sehen, ich werde berichten.






Grüne Kuschelsocken für den Schatz
Für:                       meinen Schatz
Strickmuster:        Hagelzuckermuster, gesehen in einer facebook Gruppe
Wolle:                   Trekking 4fach, gefärbt von Kieler Wolle by Kim Früchtnicht, 100g, LL 420 m
Nadelstärke:         2,75
Größe:                  42/43 ich hoffe die im Internet gefundene Tabelle passt so einigermaßen, ich            probiere zwischendrin an, da ich nur eine Nr. kleinere Füße habe

Ja so sind die Männer, wochenlang nörgeln sie das man schon wieder strickt, aber dann beschweren sie sich, dass sie selber ja nichts bekommen. Also gibt es dieses Jahr für den Schatz einen Schal und ein Paar Kuschelsocken. Meine ersten richtigen Socken! Zuvor hab ich mich ja schon wie ich finde sehr erfolgreich an der Miniatur Variante versucht, in groß geht das sogar noch viel einfacher! Ich wollte ein einfaches, nicht kratziges, unifarbenes Sockengarn, was ich bei der Kieler Wolle mit dieser toll gefärbten Trekking auch gefunden habe. Man darf also gespannt sein wie der Herr sie finden wird.


Das gibt die Farbe recht gut wieder

Leider bissl spitz geworden


Mini Socken
Für:                     divers
Strickmuster:      frei Schnauze
Wolle:                 Wollreste
Nadelstärke:       2,5
Größe:                klein

Diese Idee zur Wollresteverarbeitung hatte ich schon vor einigen Wochen bei Facebook gesehen und fand sie grandios. Ich war nur unsicher, ob ich mit der Größe bzw. mangelnden Größe zurecht kommen würde. Als das kleine Nadelspiel (10cm lang) endlich da war juckte es mich in den Fingern die Söckchen anzunadeln, gesagt, getan. Beim ersten Versuch habe ich 20, bei den folgenden dann 24 Maschen angeschlagen, 5 Reihen Bündchenmuster, 10 Reihen Schaft, Bumerangferse und eine ganz einfacheSpitze und voilá fertig ist ein niedlicher Schlüsselanhänger, der sich prima zur Aufbewahrung des Einkaufswagenchips eignet. Wenn noch Zeit ist, werde ich einige davon als kleines give away zu den Weihnachtsgeschenken dabei packen.